Spargel: kalorienarm, aber mit Vorsicht zu genießen

By 2. Mai 2017Blog

Frischer Spargel stellt für viele Menschen jedes Frühjahr ein traditionelles Gericht dar. Es gibt viele gute Gründe, diese gesundheitsfördernde, wenn auch nicht gerade preiswerte Gemüseart öfters zu servieren. Trotz der vielen Vorteile ist beim Verzehr aber auch Vorsicht geboten.

Grundsätzlich darf man beliebig viel Spargel genießen. Bevorzugen Sie jedoch frischen und gekochten Spargel anstelle von Konserven. Was den direkten Vergleich der beiden Spargelarten betrifft, so enthält grüner Spargel mehr schützende Stoffe als der weiße.

Spargel ist kalorienarm und enthält wichtige Nähstoffe

Spargel besteht zu etwa 95 Prozent aus Wasser und 100 Gramm Spargel enthalten nur 17 Kalorien. Damit wird der Spargel zu einem klassischen Schlankmacher. Allerdings können traditionelle Beilagen, wie z.B. Sauce Hollandaise, diesen Vorteil wieder erheblich schmälern.

Spargel ist ein altes Hausmittel zur Stimulierung der Harnproduktion bei Wasseransammlungen (Ödemen), bei Rheuma, Arthritis sowie bei träger Verdauung. Im Weiteren wirkt Spargel beruhigend, ist empfehlenswert bei Kolikbeschwerden und nervösem Herzklopfen.

Spargel verfügt über Magnesium, Phosphor, Eisen, Mangan, und Zink. Es enthält zusätzlich die Vitamine A, C, E, B1 und B2 sowie Folsäure und Ballaststoffe. Vorteilhaft ist auch, dass der hohe Kaliumgehalt von Spargel in Verbindung mit der ebenfalls enthaltenen Asparaginsäure den Stoffwechsel anregen.

Lagerung, Zubereitung und Verzehr

Der Spargel sollte möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden. Im Kühlschrank hält er sich zwei bis drei Tage. Dabei sollte er in ein feuchtes Tuch eingewickelt werden. Geschält und gekocht kann der Spargel auch eingefroren werden. Bei mäßiger Temperatur wird der Spargel in einem ausreichend großen und hohen Topf in leicht gesalzenem Wasser gegart. Eine Prise Zucker kann die besonders im grünen Spargel enthaltenen Bitterstoffe mindern. Wichtig ist, dass der Spargel zuvor gründlich geschält wird, ohne Fasern oder holzige Stellen zu hinterlassen. Zum Spargelende hin muss etwas mehr geschält werden, da dort die Schale dicker verläuft. Die Spitzen bleiben ungeschält. Je nach Zustand des Spargels wird vom Ende ein Stück abgeschnitten.

Was man bei Spargel beachten sollte

Wer unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leidet oder einen ständig erhöhten Harnsäurespiegel hat, sollte nur sehr wenig von dem wohlschmeckenden Gemüse essen. Neben den vielen wertvollen Nährstoffen und positiven gesundheitlichen Auswirkungen birgt der Verzehr von Spargel leider auch eine Gefahr.

Bei einem intensiven Verzehr von Spargel können teilweise erhebliche Beschwerden ausgelöst werden. Diese werden durch die im Spargel enthaltenen Purine bewirkt. Der Körper wandelt Purine in Harnsäure um. Die überproduzierte Harnsäure kann bei einem ohnehin schon erhöhten Harnsäurewert nicht in ausreichendem Umfang über die Niere ausgeschieden werden. Dabei erfolgt eine Umbildung der Purine zu Harnsäurekristallen, die sich in den Gelenken ablagern können. Die Auswirkungen sind Schmerzen und Schwellungen in den betroffenen Gelenken. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Gichtanfall auftreten.

Es muss also darauf geachtet werden, in Maßen zu genießen. Vorsorglich sollte im Zweifelsfall ein Arzt in dieser Frage konsultiert werden.