Die Bezeichnung „Diabetes mellitus“ kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „honigsüßer Durchfluss“. Das bezeichnet, worum es sich handelt: um zu viel Zucker im Blut, den der Körper mit dem Urin ausscheidet. Mit der Nahrung zugeführte Kohlenhydrate (weißes Mehl, Erdäpfel, Reis, Teigwaren, Obst, Gemüse) werden zu Zucker abgebaut, der ins Blut gelangt und den Blutzuckerspiegel mehr oder weniger erhöht. Für dessen Abbau aus dem Blut ist das Hormon „Insulin“ aus der Bauchspeicheldrüse notwendig.

Werden jedoch häufig zu viele Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index gegessen, muss die Bauchspeicheldrüse zu oft und zu große Mengen an Insulin freisetzen, das kann wiederum leicht zu Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen. Das heißt, der Blutzuckerspiegel sinkt auf ein zu niedriges Niveau, was wiederum zu Heißhunger führt. Bei zu viel Insulin ist nicht nur die Fettverbrennung unterbunden, sondern das Insulin verhindert auch die Anhebung des Blutzuckerspiegels.

Mittlerweile leiden schätzungsweise 10 % der Bevölkerung an der Zuckerkrankheit, wobei ca. 90 % von ihnen einen Diabetes mellitus Typ 2 haben. Hierbei handelt es sich um eine Wohlstandskrankheit. Denn neben der erblichen Veranlagung sind vor allem Übergewicht, Überernährung (zu viel, zu fett, zu süß) und mangelnde Bewegung die Ursachen.

Gezielter und gesünder Essen

Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Salate, mageres Fleisch und Fisch. Verwenden Sie hochwertige, kalt gepresste Öle. Ballaststoffe verzögern die Kohlenhydrataufnahme ins Blut, fördern die Verdauung und bewirken ein höheres Sättigungsgefühl!

„Reiner Zucker“ kann in kleinen Mengen im Speiseplan vorkommen. Aufpassen bei Mehlspeisen – weißes Mehl – und bei den sogenannten Transfetten (entstehen durch Erhitzen ungesättigter Fettsäuren). Diese sind zum Beispiel in Backfetten, Fertigprodukten, Blätterteig und auch in frittierten Speisen enthalten.

Wichtig: regelmäßig und viel trinken – mindestens 1,5 – 2 Liter pro Tag in Form von zuckerfreien Getränken: Tee, Wasser, Mineralwasser und alkoholische Getränke meiden, da diese eine Unterzuckerung bewirken und so zu einem Hungergefühl führen und die Fettverbrennung unterbinden.

Trägheit macht krank

Regelmäßige Bewegung wirkt Wunder! Bauen Sie so viel als möglich in ihren Alltag ein – vermeiden Sie Lift und Rolltreppen, steigen Sie vielleicht am Heimweg eine Station früher aus und gehen Sie zu Fuß. Regelmäßige Bewegung – 3 Mal wöchentlich – 30 Minuten Ausdauersport – zum Beispiel Walken oder Nordic Walking, Wandern, Fahrradfahren – bringt Ihren Fettstoffwechsel wieder in Schwung, stärkt Ihre Muskulatur und das Immunsystem.

Besonders bei übergewichtigen Menschen schlagen sich schon Tätigkeiten wie Haus- oder Gartenarbeit, Treppensteigen oder längere Einkaufswege zu Fuß positiv auf ihr Aktivitätskonto nieder. Wer sich körperlich jeden Tag ein wenig fordert lebt deutlich risikoärmer.

Bildnachweis: istockphoto.com

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