Das Blut hat die Aufgabe, durch die zuführenden Gefäße (Arterien) Sauerstoff und Nährstoff in das Gewebe zu bringen. Venen sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurücktransportieren. Da wir einen großen Teil unseres Lebens aufrecht stehend oder sitzend verbringen, muss das Blut in den Beinen entgegen der Schwerkraft über einen Meter hoch befördert werden und ist daher im Gegensatz zu den Schlagadern (Arterien) entsprechend langsam. Venen sind dünnwandig und verfügen über keinen eigenen Pumpmechanismus. Um die Umkehr der Fließrichtung zu vermeiden, besitzen die Venen sogenannte Klappen – Venenklappen. Ob diese intakt sind, kann man mit einen Venencheck einfach und schmerzlos feststellen.

Im Durchschnitt sind 2 von 5 Österreichern von einem Venenleiden betroffen!

Probleme mit den Beinen sind oft die Folge von Krankheiten der Venen. Diese können im Vorstadium zu Kribbeln der Beine führen, die Beine fühlen sich schwer an und schmerzen zeitweise. Besonders die Knöchelregion ist oftmals geschwollen. Erst später entsteht genau dort ein dichtes Geflecht an kleinen Venen und die Schwellungen werden immer stärker bis hin zu entzündlichen Veränderungen und bläulich-braunen Verfärbungen der Haut und zu Gewebsveränderungen.

Vorbeugende Maßnahmen (regelmäßige Bewegung, ausreichend Trinken, Kneippanwendungen und venenbewusstes Sitzen) und Früherkennung von Durchflussstörungen helfen rechtzeitig, um Venenerkrankungen vorzubeugen oder zu lindern.

Venenleiden

Venenerkrankungen sind meist altersunabhängig und nicht nur als ästhetisches Problem zu sehen. Krampfadern und Besenreiser sind die häufigsten chronischen Venenerkrankungen und verursachen zu Beginn kaum Beschwerden. Jeder 8. Erwachsene leidet bereits an fortgeschrittenen chronischen Venenleiden.

Probleme mit den Beinen sind oft die Folge von Krankheiten der Venen. Diese können im Vorstadium zu Kribbeln der Beine führen, die Beine fühlen sich schwer an und schmerzen zeitweise. Besonders die Knöchelregion ist oftmals geschwollen. Erst später entsteht genau dort ein dichtes Geflecht an kleinen Venen und die Schwellungen werden immer stärker bis hin zu entzündlichen Veränderungen und bläulich-braunen Verfärbungen der Haut und zu Gewebsveränderungen, den sogenannten Besenreisern. Wenn sich die Beine müde, schwer und oft geschwollen anfühlen, dann kann das aber schon ein Hinweis auf ein beginnendes Krampfaderleiden sein.

Was sind Besenreiser?

Man bezeichnet damit die Erweiterung von sehr kleinen Hautvenen, die spinnennetzförmige Linien auf der Haut zeichnen. Sie bilden sich durch Bindegewebsschwäche. Sie entstehen meist an den Beinen (Oberschenkeln und Innenseite Unterschenkel) und sind im Gegensatz zu Krampfadern harmlos und bereiten keine Beschwerden. Bei vielen Besenreisern sollte man aber ärztlich abklären lassen, um potentielle Risiken auszuschließen.

Was sind Krampfadern (Varizen)?

Man kann sie leicht erkennen, denn während die Besenreiser dünn wie ein Spinnennetz ausbreiten, so zeigen die klassischen Krampfadern wesentlich stärkere, erhabene und bläulich verfärbte Stränge.

Sie entstehen auf Grund von Auswölbungen der Gefäßwände, wodurch sich die betroffenen Venen erweitern. Typische Symptome sind weiters:

  • Müde, schwere Beine
  • Nächtliche Waden – oder Fußkrämpfe
  • Brennende oder stechende Schmerzen in den Beinen
  • Geschwollene Knöchel bedingt durch Wasseransammlung in den Beinen

Untersuchungsmethoden

Es gibt viele unterschiedliche Untersuchungsverfahren, die je nach Beschwerde- und Erkrankungsbild bzw. nach Zielsetzung der Untersuchung eingesetzt werden können.

Vorbeugend gilt es jedoch abzuklären, ob einen Venenschwäche vorliegt und ob die Venenklappen schließen.

Dies kann mit einer schmerzfreien Gefäß Doppler Untersuchung rasch und einfach festgestellt werden. Sowohl die allgemeine Venenfunktion, die venösen Wiederauffüllkurven als auch das Erkennen einer Veneninsuffizienz (Venenschwäche) stehen bei dieser Screening Methode im Vordergrund.

Behandlung von Venenleiden

Venenleiden müssen immer behandelt werden – doch auch hier gilt der Ansatz der modernen Vorsorgemedizin – Vorbeugen ist besser als Heilen.

Schon bei den ersten Anzeichen kann man durch regelmäßige Bewegung, gezielt Übungen, Wechselduschen und auch durch eine Behandlung mit pflanzlichen Wirkstoffen eine Erkrankung gar nicht erst entstehen lassen.

Venenleiden haben die verschiedensten Ursachen, die wir zum Großteil selbst beeinflussen können:

  • Vererbte Anlage
  • Mangelnde Bewegung
  • Vorwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Schwangerschaft

Beinvenenthrombose

Die Beinvenenthrombose ist die häufigste Thromboseform. Sie entsteht durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) in der Vene, dass das Gefäß verengt oder verschließt. Von dieser Engstelle kommt es zu einer Stauung und der Rückfluss vom Blut zum Herzen ist dadurch behindert.

Man erkennt eine Beinvenenthrombose durch ziehende Schmerzen, sowie Schwere- und Spannungsgefühl im betroffenen Bein. Oft ist die Hautstelle darüber glänzend und gerötet und fühlt sich heiß an.

Bei Auftreten dieser Symptome sollte man einen Arzt zur weiteren Abklärung unbedingt aufsuchen, denn durch das ev. lösen vom Thrombus besteht die Gefahr einer Lungenembolie. Der Arzt kann die Gefahr rechtzeitig durch die Gabe von Medikamenten, die die Blutgerinnung und dadurch die Auflösung des Blutgerinnsels bewirken, bzw. mit der entsprechenden Nachbehandlung (Vermeidung eines Rezidiv) rasch lindern.

Vorbeugung

Vorbeugung ist die Bewegung. Sie hält die Venen elastisch und sorgt für eine optimale Blutzirkulation. Bei bekannter Gefährdung (fam. Vorbelastung, langes Stehen, langes Sitzen – z.B. Autofahrten) kann man durch das Tragen von Kompressionsstützen, Nichtrauchen, viel Trinken und keinen übermäßigen Alkoholkonsum schon sehr zur Vermeidung einer Erkrankung beitragen.

Venen wollen Bewegung

Durch Bewegung kann die Entstehung von Anfangsstadien einer Erkrankung verzögert, oft sogar verhindert werden. Mit ganz einfachen Übungen erzielt man hier bereits große Erfolge, schon gleichmäßiges Zusammenziehen der Beinmuskulatur übt Druck auf unsere Venen aus, wodurch die Blutsäule nach oben gepumpt wird. Zu langes Sitzen oder Stehen sollte also vermieden werden und durch Bewegung zwischendurch immer wieder ausgeglichen werden. Stehen Sie während der Arbeit am Computer immer wieder auf, steigen Sie Stiegen zu Fuß nach oben und bauen Sie im Arbeitsalltag immer wieder folgende kleine Übungen ein:

Bewegung in den Zehengelenken

Zehen im Sitzen immer wieder einkrallen und strecken – einkrallen und strecken – ca. eine Minute lang.

Bewegung in den Sprunggelenken

Füße im Sitzen auf die Fersen stellen und mit den großen Zehen aus dem Knöchel heraus einen Kreis beschreiben. Eine halbe Minute lange abwechselnd auswärts und einwärts rollen.

Bewegung in den Sprunggelenken und Waden

  • Pumpen im Sitzen: Zehenspitzen abwechselnd nach oben ziehen und nach unten drücken.
  • Pumpen im Stehen: Ferse maximal vom Boden heben und wieder zurückstellen – rechter und linker Fuß abwechselnd.

Venenbewusstes Sitzen

  • Beine am Kniegelenk rechtwinkelig beugen und die Füße flach auf den Boden stellen.
  • Die Benutzung einer Fußstütze bzw. das Hochlagern der Beine erleichtert den Blutfluss zum Herzen.
  • Die Beine sollten nicht frei hängen oder übereinander geschlagen werden.
  • Die Stuhlkante darf nicht in die Unterseite der Oberschenkel drücken.

Kalte Duschen

Starke Wärme erweitert die Gefäße, kalte Duschen hingegen sind für die Beine sehr zu empfehlen. Das Wasser sollte kühl, aber nicht eiskalt sein. Duschen Sie langsam vom Fuß beginnend an der Waden-Außenseite bis zur Leiste, bis das ganze Bein von einem Wassermantel umgeben ist. Das gleiche an der Beininnenseite wiederholen. Die Dauer der Dusche sollte pro Bein ca. 10 Sekunden betragen.

Auch Kneippanwendungen eignen sich hervorragend zur Stärkung der Venenwand und für die Durchblutung. Man sollte aber immer „warm“ beginnen und „kalt“ beenden. Die Wechselbäder sollte man max. 3x hintereinander wiederholen. Idealerweise danach etwas ruhen und die Beine dabei hochlagern.

Venenstütze

Sobald sich die Vene zu erweitern beginnt, haben sich Strümpfe und Strumpfhose mit Stützeffekt – bis hin zu Kompressionstrümpfen als sehr effektiv erwiesen.

Es gibt im Fachhandel schon eine sehr große Auswahl an modischen Strümpfen mit unterschiedlicher Kompressionsstruktur. Wer viel steht sollte vor allem in der kalten Jahreszeit, auch ohne Beschwerden, seine Venen mit einem leichten Stützeffekt entlasten.

Medikamente

Es gibt eine Reihe von sehr guten, vor allem pflanzlichen Medikamenten zur Stärkung der „Venenwände“ und Anregung des Lymphabflusses gegen Schwellungen. Klassiker wie Rosskastanie und Weinlaubextrakt gibt es als Tabletten und Saft, aber auch zum

Auftragen. Kühl gelagert und dann aufgetragen bringt diese Variante besonders in der warmen Jahreszeit eine angenehme Erleichterung und macht schwere Beine wieder fit.

Venenmittel können aber Krampfadern (Varizen) nicht verschwinden lassen, aber den Verlauf der Krankheit günstig beeinflussen.

Bildnachweis: istockphoto.com

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Die Screening Untersuchung ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Krampfadern und Thrombosen.

Venencheck
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