Vitamin D ist gar kein „richtiges“ Vitamin, sondern ein Pro-Hormon, also eine Hormonvorstufe. Vitamin D fungiert als eine Art biochemischer Zentralschalter, der die verschiedensten Vorgänge im Körper anknipst.

Es ist nahezu unmöglich, genügend Vitamin D aus der Nahrung aufzunehmen – auch nicht mit der besten Vollwerternährung. Sie müssten dazu zum Beispiel mehrere Kilo Fisch am Tag essen.

Unser Organismus kann Vitamin D selbst herstellen, was für kein anderes Vitamin gilt. Dazu benötigt er aber Sonne – und genau hier fangen die Probleme an.

Unser Lebensstil bewirkt eine völlige Unterversorgung mit Vitamin D. Wir sperren die Sonne größtenteils aus. Große Studien mit Tausenden Probanden zeigen, dass mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung einen ausgeprägten Vitamin D Mangel aufweist.

Was bewirkt ein Vitamin D Mangel?

Die typischen Zeichen eines Vitamin D Mangels ähneln sehr stark einer Burnout-Symptomatik, denn der Mangel geht häufig mit Ein- und Durchschlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Abgeschlagenheit und Antriebsschwäche einher. Bei zunehmendem Mangel kann es auch zu Depressionen kommen.

Vitamin D Mangel bewirkt auch, dass Calcium nicht in den Knochen eingelagert werden kann und es dadurch zu Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), aber auch Probleme mit Zähnen (Kieferschwund) kommen kann.

Ein Mangel kann sich auch durch Infekt Anfälligkeit zeigen, Vitamin Di ist auch für die Funktion des Immunsystems unverzichtbar und hilft bei der Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen. Außerdem ist nachgewiesen, dass Vitamin D bei über 30 Krebsformen schützend wirkt.

Vitamin D Spiegel messen und anheben

Ihre persönliche Ausgangssituation können Sie mit einen Labortest feststellen lassen und mit ihrem Arzt besprechen, der dann auch die Einnahme von Tropfen oder Tabletten verordnet und die Dosis festlegt. Eine jährliche Kontrolle des Wertes im Rahmen einer Blutabnahme wird empfohlen, da man durch die Einnahme von Tropfen oder Tabletten den Wert zwar anheben und stabil halten kann, aber es hat keine „Depotwirkung“ auf lange Zeit und der Wert wird bei längerer Einnahmepause wieder sinken.

Vitamin D Komplex

Unter der Sammelbezeichnung Vitamin D versteht man eine Gruppe fettlöslicher Vitamine. Man bezeichnet sie auch als antirachitische Vitamine. Sie unterscheiden sich nur im chemischen Aufbau. Dazu gehören Vitamin D1, D2, D3, D4, D5 und D6.

Wenn wir von Vitamin D sprechen, dann meinen wir damit Vitamin D3. Dieser Wert wird bei einer Blutabnahme getestet und auch bei Mangel als Therapie in Form von Vitamin D3 Tropfen oder Tabletten zugeführt. Vitamin D 3 ist das Sonnenvitamin – wir bilden es durch Sonneneinstrahlung selbst in unserem Körper. Über unsere Ernährung – z.B. hochwertige Omega 3 Fettsäuren in Ölen, Lachs und Hering, sowie Leber und Pilzen – können wir es nur zu einem kleinen Teil aufnehmen.

Warum ist Vitamin D so wichtig?

Vitamin D ist für die Knochendichte und Zähne unentbehrlich. Säuglingen und Kleinkindern führen wir Vitamin zur Rachitis Prophylaxe zu. Ältere Menschen bekommen ebenfalls Vitamin D verordnet zur Vorbeugung von Osteoporose, doch viele weltweite Studien im Laufe der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein konstanter Vitamin D Spiegel in jedem Lebensalter von großer Wichtigkeit ist.

Die Liste an positiven Eigenschaften und dadurch verbundene Prävention wird immer länger:

  • Vitamin D fördert das Immunsystem
  • Stärkt die Knochen, ohne ausreichender Vitamin D Versorgung kann man kein Calcium einlagern
  • Schützt präventiv bei 30 Krebsarten
  • Verbessert die Überlebensrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Hilft bei Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen
  • Kräftigt die Muskulatur
  • Senkt den Blutdruck

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine konstante Versorgung mit Vitamin D sich positiv auf die Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt.

Wann spricht man von einer ausreichenden Versorgung?

Im Rahmen einer Blutabnahme (bzw. Vorsorgeuntersuchung) sollte man jährlich den Vitamin D Spiegel bestimmen lassen.  Der Wert sollte bei mindestens 30 liegen, die Krebsforscher sprechen von konstant 40, um eine ausreichende Prävention zu erlangen. Ihr Arzt kann auf Grund des aktuellen Wertes dann die tägliche Dosis an Vitamin D festlegen. Allgemein meint man, im Sommer braucht man weniger und gar kein Vitamin D einnehmen, das stimmt aber nur teilweise, da so bald Sonnenmittel aufgetragen werden, das Vitamin D im Körper nicht gebildet wird.

Bildnachweis: istockphoto.com

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